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Hirschhausen Zucker: Was die ARD-Doku wirklich zeigt

Admin
Last updated: October 11, 2026 11:05 am
By Admin 2 weeks ago
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18 Min Read
hirschhausen zucker

Die Dokumentation „Hirschhausen Zucker“ zeigt, welche Auswirkungen ein hoher Zuckerkonsum auf unsere Gesundheit haben kann. Der bekannte Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen untersucht darin, wie Zucker den Körper beeinflusst, welche Rolle Süßstoffe spielen und warum es vielen Menschen schwerfällt, weniger Süßes zu essen.

Contents
Worum geht es in Hirschhausen und der Zucker?Was zeigen die Zucker-Experimente von Eckart von Hirschhausen?Wie viel Zucker am Tag ist wirklich gesund?Warum kann zu viel Zucker dem Körper schaden?Sind Süßstoffe laut Hirschhausen eine gesunde Alternative?Was zeigt die Dokumentation über Diabetes und Ernährungsumstellung?Wie kann man nach Hirschhausens Zucker-Doku gesünder essen?Wo kann man Hirschhausen und der Zucker ansehen?Häufig gestellte Fragen zu Hirschhausen und ZuckerFazit: Was können wir von Hirschhausen und der Zucker lernen?

Die Dokumentation wurde am 23. Februar 2026 im Ersten ausgestrahlt und war bereits ab dem 20. Februar in der ARD Mediathek verfügbar. Besonders spannend sind die Selbstversuche, bei denen Hirschhausen seinen eigenen Körper untersuchen lässt.

Dabei geht es nicht darum, Zucker grundsätzlich zu verbieten. Vielmehr möchte Hirschhausen zeigen, warum die Menge entscheidend ist und weshalb eine bewusste Ernährung langfristig einen Unterschied machen kann.

Worum geht es in Hirschhausen und der Zucker?

In der rund 44 Minuten langen Dokumentation beschäftigt sich Eckart von Hirschhausen mit einer Frage, die viele Menschen im Alltag betrifft: Wie viel Zucker ist noch gesund, und was passiert, wenn wir regelmäßig zu viel davon essen?

Zucker steckt nicht nur in Schokolade, Kuchen oder Bonbons. Auch Frühstücksmüsli, Fruchtjoghurt, Fertigsoßen und süße Getränke können große Mengen enthalten. Viele Menschen nehmen deshalb mehr Zucker auf, als ihnen bewusst ist.

Der WDR nennt für Deutschland einen durchschnittlichen Verbrauch von rund 33 Kilogramm Zucker pro Person und Jahr. Das entspricht rechnerisch etwa 90 Gramm täglich. Diese Durchschnittszahl bedeutet allerdings nicht, dass jede Person tatsächlich genau diese Menge isst.

Hirschhausen möchte herausfinden, welche gesundheitlichen Folgen ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum haben kann. Dazu besucht er medizinische Fachleute, spricht mit Menschen mit Diabetes und untersucht die Wirkung unterschiedlicher Ernährungsweisen.

Ein wichtiger Teil der Sendung beschäftigt sich außerdem mit Süßstoffen und Zuckerersatzstoffen. Denn viele Produkte werden heute als zuckerfrei oder kalorienarm verkauft. Ob sie automatisch die bessere Wahl sind, ist eine weitere zentrale Frage der Dokumentation.

Was zeigen die Zucker-Experimente von Eckart von Hirschhausen?

Besonders interessant sind die Selbstexperimente des Moderators. Sie machen sichtbar, dass sich Veränderungen im Körper nicht immer sofort von außen erkennen lassen.

Für ein Experiment aus dem Jahr 2024 ernährte sich Hirschhausen eine Woche lang besonders zucker- und fettreich. Anschließend wurde sein Körper am Universitätsklinikum Tübingen untersucht.

Dabei stellten die Forschenden fest, dass sich sowohl das Fett in seiner Leber als auch das Fett zwischen den Organen im Bauchraum erhöht hatte.

Dieses innere Bauchfett wird auch viszerales Fett genannt. Zu große Mengen davon können die Gesundheit belasten und stehen unter anderem mit Stoffwechselproblemen in Verbindung.

Wichtig ist jedoch eine Unterscheidung: Hirschhausen hatte in diesem Versuch nicht nur mehr Zucker, sondern auch mehr Fett gegessen. Deshalb lässt sich aus dem Ergebnis allein nicht bestimmen, welcher Anteil der Veränderungen direkt auf den Zucker zurückging.

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung begleitete die Untersuchungen mit wissenschaftlichen Fachleuten.

Etwa anderthalb Jahre später wurde Hirschhausen erneut untersucht. Nach einer Gewichtsabnahme von mehreren Kilogramm hatten sich seine Werte verbessert. Sowohl das Leberfett als auch das innere Bauchfett waren deutlich zurückgegangen.

Das zeigt, dass manche ungünstigen Veränderungen im Körper wieder zurückgehen können. Ein einzelner Selbstversuch beweist allerdings nicht, dass jede Person genauso reagieren würde.

Ein weiteres Experiment beschäftigte sich mit Süßstoffen. Hirschhausen trank dafür eine große Menge einer süßstoffhaltigen Flüssigkeit und ließ anschließend seine Gehirnaktivität im Magnetresonanztomografen, kurz MRT, untersuchen.

Die Ergebnisse zeigten eine Reaktion in Bereichen des Gehirns, die an der Verarbeitung von Belohnung und Appetit beteiligt sind. Das Experiment verdeutlicht, dass auch kalorienarme Süße vom Gehirn wahrgenommen wird.

Es beweist aber nicht, dass jeder Süßstoff bei allen Menschen denselben Effekt auslöst.

Wie viel Zucker am Tag ist wirklich gesund?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gemeinsam mit weiteren deutschen Fachgesellschaften, weniger als zehn Prozent der täglichen Energie durch sogenannte freie Zucker aufzunehmen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt diese Grenze. Sie hält eine weitere Senkung auf unter fünf Prozent für sinnvoll, weil das zusätzliche gesundheitliche Vorteile bringen kann.

Für einen erwachsenen Menschen, der täglich ungefähr 2.000 Kilokalorien benötigt, ergeben sich folgende Orientierungswerte:

EmpfehlungMenge freier Zucker pro Tag
Weniger als 10 % der EnergieUnter 50 Gramm
Weniger als 5 % der EnergieUnter 25 Gramm

Diese Werte sind Beispiele. Wer weniger Energie benötigt, sollte entsprechend weniger freien Zucker aufnehmen.

Mit freien Zuckern sind vor allem zugesetzte Zucker sowie die natürlich enthaltenen Zucker in Honig, Sirup und Fruchtsäften gemeint.

Der Zucker in einem ganzen Apfel wird dagegen anders bewertet. Obst enthält neben natürlichem Fruchtzucker auch Wasser, Ballaststoffe und wichtige Nährstoffe.

Deshalb ist es nicht sinnvoll, frisches Obst grundsätzlich zu vermeiden, nur weil es süß schmeckt.

Die in der Dokumentation genannten 33 Kilogramm pro Jahr dürfen außerdem nicht ohne Weiteres mit der WHO-Empfehlung gleichgesetzt werden. Die Empfehlung bezieht sich ausdrücklich auf freie Zucker, während Verbrauchsstatistiken anders erhoben werden können.

Entscheidend ist also nicht allein die gesamte Zuckermenge, sondern auch, woher der Zucker stammt und wie die gesamte Ernährung aussieht.

Warum kann zu viel Zucker dem Körper schaden?

Unser Körper benötigt Energie, und Glukose, also Traubenzucker, ist eine wichtige Energiequelle. Er kann Glukose auch aus anderen Kohlenhydraten herstellen. Deshalb müssen wir keinen zusätzlichen Haushaltszucker essen, um ausreichend Energie zu bekommen.

Problematisch wird Zucker vor allem dann, wenn wir über längere Zeit sehr große Mengen aufnehmen.

Besonders zuckerhaltige Getränke können dazu beitragen. Sie liefern oft viele Kalorien, sättigen aber meist weniger als eine vollständige Mahlzeit.

Wer regelmäßig mehr Energie aufnimmt, als der Körper verbraucht, kann an Gewicht zunehmen. Übergewicht, besonders zu viel Fett im Bauchraum, erhöht wiederum das Risiko für bestimmte Stoffwechselerkrankungen.

Ein wichtiger Zusammenhang besteht mit Typ-2-Diabetes. Bei dieser Erkrankung wirkt das Hormon Insulin häufig nicht mehr ausreichend. Insulin hilft normalerweise dabei, Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu bringen.

Wenn diese Wirkung gestört ist, kann der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht bleiben.

Unbehandelter oder schlecht eingestellter Diabetes kann langfristig Nerven, Blutgefäße, Nieren und Augen schädigen. Auch die Füße können betroffen sein.

In der Dokumentation besucht Hirschhausen Menschen, die mit schweren Diabetesfolgen leben. Ihre Geschichten machen deutlich, warum frühzeitige Untersuchungen und eine passende Behandlung so wichtig sind.

Dabei sollte man nicht vergessen: Typ-2-Diabetes entsteht nicht ausschließlich durch Zucker. Auch Vererbung, Körpergewicht, Bewegung, Alter und weitere Faktoren spielen eine Rolle.

Eine weitere gut bekannte Folge eines hohen Zuckerkonsums ist Karies. Vor allem wenn die Zähne häufig mit Zucker in Kontakt kommen, können Bakterien daraus Säuren bilden, die den Zahnschmelz angreifen.

Sind Süßstoffe laut Hirschhausen eine gesunde Alternative?

Ein besonders viel diskutiertes Thema der Dokumentation sind Süßstoffe.

Viele Menschen greifen zu Light-Getränken oder Zero-Produkten, weil diese weniger Zucker und häufig weniger Kalorien enthalten. Doch sind solche Produkte automatisch gesund?

Die kurze Antwort lautet: Süßstoffe können Zucker und Kalorien ersetzen, sind aber keine Garantie für eine gesündere Ernährung oder eine langfristige Gewichtsabnahme.

In seiner Dokumentation betrachtet Hirschhausen Süßstoffe kritisch. Besonders interessiert ihn, wie das Gehirn auf süßen Geschmack reagiert, wenn gleichzeitig nur wenig oder keine Energie geliefert wird.

Seine Untersuchungen zeigen, dass Süßstoffe bestimmte Reaktionen im Gehirn auslösen können. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass alle Süßstoffe grundsätzlich gefährlich sind.

Die WHO veröffentlichte 2023 eine Empfehlung, Süßstoffe nicht gezielt zur langfristigen Gewichtskontrolle einzusetzen. Die untersuchten Daten zeigten keinen überzeugenden langfristigen Nutzen für die Kontrolle des Körpergewichts.

Diese Empfehlung ist allerdings bedingt und gilt nicht für Menschen mit bereits bestehendem Diabetes. Außerdem bedeutet sie nicht, dass zugelassene Süßstoffe in üblichen Verzehrmengen automatisch giftig wären.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass Süßungsmittel vor ihrer Zulassung in der Europäischen Union gesundheitlich bewertet werden. Bei manchen möglichen Langzeitwirkungen gibt es weiterhin offene Forschungsfragen.

Auch mögliche Zusammenhänge zwischen Süßstoffen und Demenzerkrankungen dürfen nicht als bereits bewiesene Ursache-Wirkungs-Beziehung dargestellt werden.

Für den Alltag ergibt sich deshalb eine einfache Empfehlung: Wasser und ungesüßter Tee sind meistens die bessere Grundlage als dauerhaft sehr süße Getränke, unabhängig davon, ob diese Zucker oder Süßstoffe enthalten.

Was zeigt die Dokumentation über Diabetes und Ernährungsumstellung?

Neben den Selbstversuchen stehen Menschen im Mittelpunkt, deren Gesundheit sich durch eine veränderte Ernährung verbessert hat.

Eine der vorgestellten Personen ist Ingrid Kinnen aus Brühl. Sie erkrankte an Typ-2-Diabetes und stellte ihre Ernährung unter ärztlicher Betreuung deutlich um.

Dabei reduzierte sie ihre Kohlenhydratzufuhr sehr stark. Ihre Blutzuckerwerte verbesserten sich, und nach den Angaben der Sendung benötigte sie schließlich keine Insulinspritzen mehr.

Dieser Verlauf ist ermutigend. Er bedeutet jedoch nicht, dass alle Menschen mit Diabetes vollständig auf Kohlenhydrate verzichten müssen oder Medikamente einfach absetzen können.

Die Behandlung hängt unter anderem vom Alter, der Erkrankungsdauer, dem Körpergewicht und möglichen Begleiterkrankungen ab.

Für manche Menschen reicht eine Ernährungsumstellung zusammen mit Bewegung aus, um den Blutzucker besser einzustellen. Andere benötigen zusätzlich Medikamente oder Insulin.

Besonders wichtig ist, dass Menschen mit Diabetes größere Ernährungsänderungen mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem Arzt besprechen. Wer Insulin oder bestimmte andere Medikamente verwendet, kann bei einer plötzlichen starken Verringerung der Kohlenhydrate eine Unterzuckerung bekommen.

Hirschhausen zeigt außerdem die Erfahrungen der früheren Moderatorin Anastasia Zampounidis. Sie berichtet, dass sie seit vielen Jahren auf zugesetzten Zucker verzichtet und sich dadurch persönlich besser fühlt.

Solche Erfahrungen können motivieren. Sie ersetzen aber keine wissenschaftlichen Untersuchungen und sind keine Garantie für die gleichen Ergebnisse bei anderen Menschen.

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Wie kann man nach Hirschhausens Zucker-Doku gesünder essen?

Die wichtigste Erkenntnis aus der Dokumentation ist nicht, dass wir nie wieder etwas Süßes essen dürfen.

Viel hilfreicher ist es, den eigenen Zuckerkonsum zu verstehen und dort etwas zu verändern, wo es im Alltag leicht möglich ist.

Ein guter Anfang sind Getränke. Wer häufig Limonade, gesüßten Eistee oder Energydrinks trinkt, kann durch den Wechsel zu Wasser bereits viel Zucker sparen.

Auch beim Frühstück lohnt sich ein genauer Blick. Fertige Müslimischungen, gesüßte Frühstücksflocken und Fruchtjoghurt enthalten manchmal deutlich mehr Zucker als erwartet.

Naturjoghurt mit frischem Obst oder Haferflocken ohne Zuckerzusatz können einfache Alternativen sein.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Blick auf die Verpackung. In der Nährwerttabelle steht unter Kohlenhydrate die Angabe „davon Zucker“. Sie zeigt den gesamten enthaltenen Zucker, also auch natürlich vorkommenden Milch- oder Fruchtzucker.

Wer wissen möchte, ob zusätzlich gesüßt wurde, sollte deshalb auch die Zutatenliste lesen.

Bezeichnungen wie Glukosesirup, Dextrose, Fruktose oder Invertzuckersirup weisen auf verschiedene Zuckerarten hin.

Ein Produkt mit der Aufschrift „ohne Zuckerzusatz“ kann trotzdem Zucker enthalten, etwa aus Milch oder Früchten.

Besonders hilfreich sind diese einfachen Veränderungen:

  • Wasser oder ungesüßten Tee häufiger statt Softdrinks trinken.
  • Süße Fertigprodukte mit weniger gesüßten Varianten vergleichen.
  • Mehr Gemüse, Vollkornprodukte und frisches Obst essen.
  • Zucker beim Kochen und Backen schrittweise reduzieren.
  • Süßigkeiten bewusst genießen, statt sie ständig nebenbei zu essen.

Auch Kinder spielen in der Dokumentation eine wichtige Rolle. Hirschhausen besucht ein Schulprojekt des Vereins Acker, bei dem Kinder selbst Gemüse anbauen.

Sie lernen dabei, wie Lebensmittel wachsen und wie frisches Gemüse schmeckt.

Die Idee dahinter ist leicht zu verstehen: Wer schon früh verschiedene natürliche Lebensmittel kennenlernt, kann leichter einen abwechslungsreichen Geschmack entwickeln.

Außerdem spricht die Sendung darüber, ob politische Maßnahmen wie eine Abgabe auf stark zuckerhaltige Getränke helfen könnten, den Zuckerkonsum zu senken. Das Beispiel Großbritannien wird dabei als möglicher Ansatz betrachtet.

Gesunde Ernährung ist somit nicht nur eine persönliche Entscheidung. Auch das Angebot in Schulen, Supermärkten und der Lebensmittelindustrie beeinflusst unsere Möglichkeiten.

Wo kann man Hirschhausen und der Zucker ansehen?

Die Dokumentation wurde erstmals am 23. Februar 2026 im Ersten ausgestrahlt. Seit dem 20. Februar 2026 ist sie auch in der ARD Mediathek verfügbar.

Eine weitere Ausstrahlung fand am 27. August 2026 beim WDR statt.

Die Folge dauert ungefähr 44 Minuten und gehört zur Dokumentationsreihe „Hirschhausen und …“, in der Eckart von Hirschhausen verschiedene Gesundheitsthemen untersucht.

In der ARD Mediathek ist die Sendung unter dem Titel „Hirschhausen und der Zucker“ zu finden. Nach dem im Oktober 2026 angezeigten Stand ist die Folge bis Februar 2031 verfügbar. Solche Verfügbarkeitsangaben können sich allerdings ändern.

Neben der regulären Fassung gibt es auch Versionen mit Gebärdensprache und Audiodeskription.

Häufig gestellte Fragen zu Hirschhausen und Zucker

1. Was ist die wichtigste Aussage von Hirschhausen und der Zucker?

Die Dokumentation zeigt, dass dauerhaft zu viel Zucker gesundheitliche Probleme begünstigen kann. Eine ausgewogene Ernährung, weniger süße Getränke und regelmäßige Bewegung können helfen, Risiken zu verringern.

2. Hat Eckart von Hirschhausen selbst auf Zucker verzichtet?

Hirschhausen berichtet von eigenen Ernährungsumstellungen und früheren Fastenerfahrungen. In der Dokumentation untersucht er außerdem die Folgen einer besonders zucker- und fettreichen Ernährung. Ein dauerhafter vollständiger Zuckerverzicht ist daraus nicht abzuleiten.

3. Wie viel Zucker empfiehlt die WHO täglich?

Die WHO empfiehlt, weniger als zehn Prozent der täglichen Energie durch freie Zucker aufzunehmen. Bei 2.000 Kilokalorien entspricht das weniger als 50 Gramm. Noch günstiger kann eine Begrenzung auf unter 25 Gramm sein.

4. Macht Zucker direkt Diabetes?

Nicht automatisch. Ein dauerhaft hoher Zuckerkonsum kann besonders über eine zu hohe Kalorienaufnahme und Gewichtszunahme das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Auch Vererbung, Bewegung und andere Faktoren sind wichtig.

5. Sind Zero-Getränke besser als normale Limonade?

Zero-Getränke enthalten meist weniger Zucker und Kalorien. Das kann beim Zuckerreduzieren helfen. Sie sind jedoch nicht automatisch gesund. Wasser und ungesüßter Tee bleiben gute Alltagsgetränke.

6. Kann man durch Zuckerverzicht abnehmen?

Das ist möglich, besonders wenn dadurch insgesamt weniger Kalorien aufgenommen werden. Entscheidend bleibt jedoch die gesamte Ernährung. Allein der Verzicht auf Zucker führt nicht bei jedem Menschen zu einer Gewichtsabnahme.

7. Ist die Dokumentation Hirschhausen und der Zucker noch verfügbar?

Ja, nach dem Stand vom Oktober 2026 ist die rund 44-minütige Dokumentation in der ARD Mediathek verfügbar. Dort kann sie unter ihrem vollständigen Titel gesucht werden.

Fazit: Was können wir von Hirschhausen und der Zucker lernen?

Die Dokumentation „Hirschhausen und der Zucker“ macht deutlich, dass unsere Ernährung großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben kann. Besonders die Experimente mit Eckart von Hirschhausen zeigen anschaulich, wie sich Veränderungen beim Essen auf den Körper auswirken können.

Gleichzeitig ist wichtig, die Ergebnisse richtig einzuordnen. Nicht jeder Selbstversuch liefert allgemeingültige Antworten, und nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Zucker, Süßstoffe oder eine bestimmte Ernährungsform.

Die wichtigste Botschaft lautet deshalb: Wir müssen Zucker nicht vollständig verbieten, sollten aber bewusster mit ihm umgehen.

Schon kleine Veränderungen können sinnvoll sein. Weniger Softdrinks, mehr frische Lebensmittel und ein Blick auf die Zutatenliste sind gute erste Schritte.

Wer seine Ernährung verbessern möchte, kann mit einer einfachen Frage beginnen: Wo nehme ich täglich Zucker auf, ohne ihn wirklich zu brauchen?

Genau dort lässt sich häufig etwas verändern, ohne dass der Genuss verloren gehen muss.

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